Beschreibung des Projektes




Ausgangslage:

Die Ausleitung für den Mühlgang erfolgte vor Errichtung des Kraftwerkes Spielfeld im Bereich Ehrenhausen linksufrig knapp unterhalb der Murbrücke. Im Zuge des Kraftwerkbaues wurde der oberste Teil des Mühlganges zugeschüttet, der Rest besteht noch. Die Rückführung in die Mur erfolgt nach wie vor über das Bett der neuen Schwarzau bei Weitersfeld.

Im Bereich der Gemeinde Vogau ist der Mühlgang als öffentliches Wassergut ausgewiesen. Die obersten ca. 400 bis 500 m des Mühlganges werden nur durch Oberflächenwässer und Grundwässer alimentiert. Dadurch ist es in den letzten Jahren zu einer starken Verkrautung und Verschlämmung des Mühlganges gekommen. Die Verschlämmung rührt hauptsächlich vom Laubeintrag her. Ein Abschwemmen des Laubwerkes war nicht möglich, da dafür der Wasserzutritt zu gering war.


Projektmaßnahmen:

  1. Einleitung von Frischwasser:
    Zuführung von Frischwasser aus dem Begleitgerinne der Mur. Um dies zu erreichen, war die Errichtung eines Stauwerkes mit einer Stauhöhe von ca. 1,3 m erforderlich. Das Frischwasser wird nun über eine Rohrleitung und einem offenen Graben in den noch bestehenden Mühlgang geleitet.

  2. Heckenprogramm:
    Um bestehende Lücken im Auwald zu schließen wurden in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Steiermark die Projekte "Biotopverbund" und "Mühlgang" ausgearbeitet.

    Die Auspflanzung wurde so vorgenommen, daß in der Mitte Bäume gesetzt wurden und beidseitig mit nach außen immer niederer werdenden Sträuchern diese Baumgruppe bemantelt wurde. Dies hat nicht nur den Zweck, im inneren der Hecke ein schattiges, kühleres Innenklima zu schaffen, sondern auch durch die Herabsetzung der seitlichen Lichteinstrahlung das Aufkommen von verdrängenden Neophyten wie Murveigl (Goldrute), Staudenknöterich und Drüsiges Springkraut, die in den Auwäldern der Mur vermehrt auftreten, zu unterdrücken. Diesem Ziel dient auch die regelmäßige Mahd (2 mal pro Jahr) beider Krautsäume.



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